KircheMusikZentrum St. MichaelGlaubensorientierungGCL
HomeHome KircheHeuteGottesdiensteKirchenrektorÜber die KircheKreuzkapelle360 Grad PanoramaMobilguideGesichterMinistrantenAngebotePredigten zum|NachhörenPredigten zum|NachlesenAktueller Vortrag|Pater KernMedienÖffnungszeitenKontaktLinks

Gott braucht eine Adresse.

Die Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße mitten in der Fußgängerzone von München soll eine gute Adresse sein. Durch Musik, Liturgie und nicht zuletzt als Raum der Stille kann unsere Kirche den Menschen eine Heimat, eine Oase oder ein Rastplatz auf ihrem Lebens- und Pilgerweg sein.

St. Michael wurde in ihrer Gründerzeit vor ca. 450 Jahren das deutsche Rom in München genannt. Die Kirche wurde als Kollegskirche des damaligen Jesuitenkollegs gegründet und ist bis heute eine der Citykirchen.





Die Fastenzeit durchbricht unseren Alltagstrott und fragt uns: Auf was kommt es an? Und Jesus zeigt es: Brot teilen und Füße waschen. Die Fußwaschung im Johannesevangelium steht dort, wo die anderen Evangelien von der Eucharistie berichten: So will sich Jesu Leben in uns ausprägen. In jeder Eucharistiefeier vergegenwärtigen wir dieses Geschehen, um von seinem Wort und Zeichen gewandelt zu werden. Darauf kommt es an: Der Macht der Liebe und ihrer verwandelnden Kraft zu trauen.

Jesus stellt die entscheidende Frage am Grün-donnerstag: „Begreift ihr, was ich an euch getan habe?“ – „Habt ihr verstanden, auf was es ankommt, wenn ein Leben gelingen soll, wenn Menschlichkeit und Güte die Welt prägen sollen?“ Jesus bricht das Brot und wäscht die Füße – Ausdruck seiner Liebe, die bis zum Letzten geht. Es ist die Liebe Gottes in ihm, die Liebe, die dient. Sie sagt „Ja“ zu uns, wie wir sind, sie stützt das Schwache und  befreit von der Enge und Angst, die meint, nicht zu genügen und alles im Griff haben zu müssen.

Diese herausfordernde Liebe verwandelt ein Leben. Die sich darauf einlassen, „bevollmächtigt“ sie, ebenso zu handeln und mitzuwirken an der Erlösung der Welt.

Darauf kommt es an! Die österliche Bußzeit: Eine Chance, das neu zu begreifen mit dem Motto von Misereor - „Mut ist, zu geben, wenn andere nur nehmen.“ Das ist die Lebensart Jesu, die mit jeder Eucharistiefeier ein Stück mehr die unsere werden will. Ihm sollen wir ähnlicher werden und uns anstecken lassen von der österlichen Kraft, die uns und unsere Welt wirklich zu verwandeln vermag. Uns allen ein mutiges Zugehen auf Ostern!


                                                                                                Bernd Franke SJ