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Gott braucht eine Adresse.

Die Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße mitten in der Fußgängerzone von München soll eine gute Adresse sein. Durch Musik, Liturgie und nicht zuletzt als Raum der Stille kann unsere Kirche den Menschen eine Heimat, eine Oase oder ein Rastplatz auf ihrem Lebens- und Pilgerweg sein.

St. Michael wurde in ihrer Gründerzeit vor ca. 450 Jahren das deutsche Rom in München genannt. Die Kirche wurde als Kollegskirche des damaligen Jesuitenkollegs gegründet und ist bis heute eine der Citykirchen.





Inspiriert?

Wer in einem Raum mit anderen Menschen einige Stunden lang bei geschlosse-
nen Fenstern diskutiert und gearbeitet hat, wird es kennen: Sobald sich die Fenster öffnen und frischer Wind hineinkommt, beginnen alle aufzuatmen. Frische Luft  bringt in Bewegung. So muss es auch den Aposteln ergangen sein. Ob sie miteinander diskutiert und gearbeitet haben, ist nicht überliefert, wohl aber, dass sie sich aus Angst hinter verschlossenen Türen versammelten (Apg 2). Sie hatten Ostern erlebt, doch aufatmen konnten sie noch nicht. Angst und Zweifel hatten sie gepackt. Es fehlten Mut, Kraft und Inspiration.Doch plötzlich geraten sie in Bewegung. Göttliche Frischluft hatte ihre Lungen und Herzen erreicht. Und diese frische Luft, die in Bewegung setzt, erkennen sie als Gottes Geist. Die Apostel haben sie dringend gebraucht. 


Von göttlicher Frischluft ist in den biblischen Schriften immer wieder die Rede. Das hebräische Wort Ruach (feminin), steht für Atem, Geist. Wo Gottes Geist weht, da öffnen sich Lebensräume, wird neues Denken möglich. Im Griechischen steht für Ruach pneuma (neutrum), im Lateinischen spiritus (maskulin). Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Das ist ein Kriterium zu entdecken, mit welchem Geist wir es zu tun haben.  Göttlicher Geist  belebt, erfrischt, ermutigt, stärkt, ist wahr und echt. Und darum geht es auch Ignatius von Loyola, wenn er schreibt: „Bewahre Dir in allen Dingen die Freiheit des Geistes“.


Ich wünsche uns allen eine geistvoll inspirierte Zeit und die Offenheit für die göttliche Frischluft im eigenen Leben.

                                                                                           Dr. Gabriela Grunden