Stipendiaten Musikstiftung
Im vergangenen Jahr hat die Musikstiftung St. Michael München eine großzügige Spende erhalten. Diese soll dazu verwendet werden, junge Menschen auf dem Gebiet der Orgel- und Kirchenmusik über ein Stipendium zu fördern. Wir freuen uns, dass wir bereits seit dem 01.04.2025 zwei jungen Studierenden diese Förderung im Sinne der Spenderin zu teil werden lassen können. Die beiden Stipendiaten sind Herr Aaron Voderholzer und Herr Filip Šmerda.
Seit dem 01.07.2025 hat nun auch Marie Koenigsbeck als dritte Stipendiatin ihre Arbeit in St. Michael begonnen.
Alle drei jungen Musiker sind über die Musikstiftung angestellt und übernehmen hauptsächlich Dienste an unseren beiden Orgeln. Herzlich willkommen in St. Michael und viel Freude an der gemeinsamen Arbeit.
Für die Musikstiftung St. Michael München: Matthias Egger und Peter Kofler, Vorstände.
Marie Koenigsbeck wuchs in einer Musikerfamilie in Warngau auf und erhielt bereits im sehr jungen Alter Instrumentalunterricht bei ihren Eltern. Klavierunterricht nahm sie vorerst bei ihrem Vater, später bei Svea Thompson und Franziska Habersetzer. Von 2017 bis 2022 studierte sie künstlerisch-pädagogisch Klavier am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg bei Cristina Marton-Argerich und schloss das Studium mit dem Bachelor of Music ab. Seit 2017 ist sie auch als Klavierpädagogin tätig.
2015 begann Koenigsbeck mit dem autodidaktischen Orgelspiel, Unterricht erhielt sie seit 2019 bei Andreas Maisch, bei dem sie von 2021 bis 2024 ihr Bachelorstudium im Fach Orgel an der Kalaidos FH für Musik in Zürich absolvierte. Dort erspielte sie beim Kertész-Wettbewerb 2023 einen 3. Preis. Seit Oktober 2023 studiert sie außerdem katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München. Zu ihren Lehrern gehören dort Prof. Ruben Sturm (Liturgisches Orgelspiel), Peter Kofler (Orgel) und Prof. Arndt Martin Henzelmann (Chorleitung).
Wertvolle Impulse erhielt sie außerdem in Meisterkursen u. a. bei Markus Kreul, Prof. Inge Rosar, Prof. Wolfgang Manz, Dr. Kirill Monorosi und Jura Margulis. Von Oktober 2018 bis Januar 2024 gestaltete sie an der Orgel die Gottesdienste ihrer Heimatgemeinde Warngau, seit Februar 2024 ist sie als Kirchenmusikerin in St. Theresia, München, tätig.
Aaron Voderholzer (*2000) war schon als Schüler Jungstudent von Prof. Harald Feller an der Musikhochschule München. 2018 wurde er Bundespreisträger bei Jugend musiziert in der Kategorie Orgel Solo und mit dem Kulturförderpreis des Landkreises Rosenheim ausgezeichnet.
Derzeit studiert er an der Musikhochschule München die beiden Masterstudiengänge Orgel und kath. Kirchenmusik. Wichtige Lehrer dabei sind Prof. Harald Feller, Prof. Dr. Martin Sander, Prof. Bernhard Haas (Orgel), Christoph Schönfelder, Prof. Ruben Sturm, Prof. Michael Kapsner (Improvisation), Peter Kofler, Prof. Andreas Herrmann, Prof. Arndt Martin Henzelmann (Chorleitung) sowie Prof. Lancelot Fuhry (Orchesterleitung).
Er ist Stipendiat bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, bei Yehudi Menuhin Live Music Now München e.V. sowie Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes.Im Jahr 2023 gewann er einen 1. Preis des Kulturkreis Gasteig Musikpreis für Orgel, den 3. Preis beim 9. Internationalen Orgelwettbewerb Dudelange (Luxemburg) sowie einen 3. Preis beim 9. Internationalen Wettbewerb »M. K. Čiurlionis« in Vilnius (Litauen). Nach kirchenmusikalischen Stationen an St. Lukas und der Himmelfahrts-kirche in München ist er derzeit als Assistent der Michaelsmusik sowie als Stipendiat der Musikstiftung St. Michael/München beschäftigt.
Filip Šmerda erhielt seine musikalische Grundausbildung in seiner Heimatstadt Brno (Tschechische Republik), wo er am Konservatorium Orgel in der Klasse von Prof. Zdeněk Nováček studierte. Derzeit setzt Filip Šmerda seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München im Fach Orgel und Kirchenmusik fort, wo er bei Prof. Martin Sander und Prof. Bernhard Haas studiert. Im Studienjahr 2023/24 absolvierte er einen Auslandsaufenthalt in Paris bei Prof. Christophe Mantoux. Seine künstlerische Entwicklung vertieft er regelmäßig durch Meisterkurse bei international renommierten Organisten wie Olivier Latry, Martin Schmeding, Wolfgang Zerer, David Franke, Harald Vogel, Maurizio Croci und Eric Lebrun.
Filip Šmerda konzertiert regelmäßig als Solist in verschiedenen europäischen Ländern. Zu seinen Auftritten zählen bedeutende Spielstätten wie die Philharmonie Essen, der Salzburger Dom, die Kirche Saint-Séverin in Paris und die Lorenzkirche in Nürnberg. Er ist mehrfach ausgezeichneter Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe, darunter in Opava, Vilnius, Wuppertal, Korschenbroich, Blieskastel, St. Florian und Mannheim. Neben seiner solistischen Tätigkeit arbeitet Filip Šmerda als Klavier- und Orgellehrer. Aktuell wirkt er im Rahmen eines Stipendiums als Organist in der Jesuitenkirche in München und ist als Korrepetitor und Ensemblemusiker aktiv. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Komposition kleinerer geistlicher Werke.
Im Oktober 2025 wurde er als Stipendiat in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.
Michaelsorgel
2011 - Reorganisation und Erweiterung der Orgel um ein deutsches Schwellwerk durch die Orgelbaufirma Rieger aus Vorarlberg/Österreich (Einweihung 30.10.2011). Dabei wird der Prospekt des Jesuitenbruders Johann Hörmann aus dem 17. Jahrhundert beibehalten und ein Großteil des Pfeifenmaterials der Vorgängerorgel (Sandtner-Orgel 1982/83) wiederverwendet. Die heutige Rieger-Orgel ermöglicht eine stilgerechte Interpretation eines sehr breiten Spektrums an Orgelmusik und liefert eine ideale Ausgangsbasis für anspruchsvolle Improvisationen.