Auf der Kanzel hielt er seine mutigen und unerschrockenen Predigten
Neuer Gedenkort für Pater Rupert Mayer SJ
Ein Christ darf kein Nationalsozialist sein: Die unbeugsame Haltung, mit der Pater Rupert Mayer dem Hitler-Regime trotzte, ist heute wieder hochaktuell. An der Kanzel von St. Michael, auf der er seine mutigen und unerschrockenen Predigten hielt, die ihm ein Predigtverbot und, da er sich nicht daran hielt, eine Gefängnisstrafe einbrachten, soll daher nun ein eigener Gedenkort entstehen.
Pater Rupert Mayer SJ war 1917 als einer der ersten Jesuiten nach der Aufhebung des Jesuitenverbots nach München zurückgekehrt und in die 1921 wieder begründete Jesuitenkommunität an St. Michael gezogen. In der Kreuzkapelle erlitt er Allerheiligen 1945 den tödlichen Gehirnschlag.
Das Gedenken an den wegen seines unermüdlichen Einsatzes für Arme und Verfolgte als „Apostel Münchens“ verehrten und 1987 seliggesprochenen Jesuiten hatte bisher keinen eigenen Ort in unserer Kirche. Eher unscheinbar, war 1993 am Aufgang zum Hochchor ein Eisenguss-Kopf (angefertigt von Karlheinz Oswald) angebracht worden, der aber für KirchenbesucherInnen kaum wahrnehmbar war. Nun soll dieses Kunstwerk unterhalb der Kanzel einen neuen Standort erhalten. Auf Bronzeblech werden seine Unterschrift und sein Bekenntnis „Ich schweige nicht“ sowie einige Lebensdaten zu lesen sein. Außerdem wird dort ein Öllicht in Stele brennen.
Die Pläne für den neuen Gedenkort stammen von dem Architekten Lucas Schäfer. die Kunstschmiede Bergmeister übernimmt die Ausführung.
Herzlichen Dank, wenn Sie das Gedenken für Pater Rupert Mayer SJ mit Ihrer Spende unterstützen. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus. Teilen Sie uns bitte dazu bei Ihrer Überweisung neben dem Verwendungszweck (Stichwort: PRM) auch Ihre Adresse mit.
Spendenkonto:
Kirchenstiftung St. Michael
Liga-Bank München
IBAN: DE57 7509 0300 0002 1462 90
BIC: GENODEF1M05
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Mehr über P. Rupert Mayer SJ und St. Michael
St. Michael ist eng mit dem in München und weit darüber hinaus wegen seines sozialen Engagements und seines Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime verehrten Seligen verbunden. Pater Rupert Mayer SJ gehörte zur Jesuitenkommunität von St. Michael; hier griff er die Machthaber in seinen Predigten auf der Kanzel direkt an, wohl wissend, dass jedes seiner Worte genau registriert wurde; hier stand er 1935 mit der mit der Sammelbüchse vor dem Haupteingang, um öffentlich gegen das Verbot der Caritas-Sammlung zu protestieren. Hier wurde er am 5. Juni 1937 zum ersten Mal verhaftet, und hier erlitt er in der Kreuzkapelle den tödlichen Gehirnschlag am 1. November 1945.